
"Wir sind stolz auf Menschen wie Sie, die unsere Partei getragen und für deren Idee ihre Freizeit geopfert haben." Mit diesen Worten lobte Oberbürgermeisterin Eva Lohse die 37 Jubilare, die im Bürgermeister-Reichert-Haus für ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft in der CDU geehrt wurden.

Die Ausgezeichneten hätten mit ihrem Mut, ihrer Kraft und ihrer Treue maßgeblich zur Erfolgsgeschichte der CDU beigetragen - nicht nur in Ludwigshafen, sagte Lohse weiter. „Ob im Stadtrat oder ehrenamtlich im Ortsbeirat und bei Veranstaltungen, Sie alle haben die CDU in Ludwigshafen durch Ihr Engagement geprägt." Die Jahre der Opposition hätten sie zusammengeschweißt, ab 1994 habe die CDU die Geschicke der Stadt lenken und mit ihr als Oberbürgermeisterin entscheidende Weichenstellungen in der Stadtentwicklung durchsetzen können.

"Was die Gemeinsschaft zusammenhält, ist das Engagement Einzelner für die Gesellschaft," würdigte Ernst Merkel, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Ludwigshafen die Leistungen der Jubilare, sie seien „tolle Streiter für die Sache der Partei" gewesen.
Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der CDU erhielten Norbert Finken, Hans Kick und Christel Wadle die in massivem Silber gefertigte Ehrennadel mit Swarovski-Kristall. Dazu gab es, wie auch für die übrigen Geehrten, eine Ehrenurkunde sowie eine Kurzchronik über die Ludwigshafener CDU.

Die goldene Ehrennadel für 50 Jahre bei den Christdemokraten bekamen Alfred Bauer, Karl Danninger, Georg Fabian, Norbert Hergenhahn, Roland Magin, Norbert Mayer, Manfred Ritter, Hans Günter Thiele, Winfried Bischoff, Toni Litzenberger, Alois Fernekeß, Herbert Höflich, Klaus Klingmann, Norbert Specht, Josef Langer, Gerd Hilbert und Albin Fleck.
Die silberne Ehrennadel für 40-jährige Parteizugehörigkeit nahmen entgegen: Gerhard Belz, Brigitte Distler, Heinrich Hofmann, Helmut Marondel, Armin Michels, Otto Klein, Walfried Reuther, Herbert Schnobl, Benno Griebe, Christel Langer, Rudolf Lehr, Hans-Jörg Demuth, Gerhard Philippsen, Rosemarie Hagenbucher-Kehl, Heinrich Hagenbucher, Elsbeth Rickal und Josef Keller MdL.

Für Erheiterung sorgte ein Intermezzo mit Josef Keller und Albin Fleck. Ausgelöst wurde es durch einen Versprecher des Kreisvorsitzenden Ernst Merkel. Merkel erinnerte bei seinem Rückblick auf die Leistungen der Ludwigshafener CDU an Helmut Kohl. Und verlegte die Geburt des großen Ludwigshafeners nach Oggersheim statt nach Friesenheim. Das Versehen berichtigte umgehend Josef Keller, der als Erzfriesenheimer die prägenden Lebensabschnitte des Altkanzlers allein in seinem Stadtteil beheimatet sehen wollte. Bevor der Ortsvorsteher von Oggersheim Albin Fleck, der ebenfalls zum Mikrofon strebte, den Mund aufmachen konnte, schoss er einen letzten Pfeil gegen die Oggersheimer CDU ab, die mit dem Friesenheimer Ortsverband in kollegialem Wettstreit um die größte Anhängerschaft steht: "Und wir haben jetzt die meisten CDU-Mitglieder!" Worauf Albin Fleck trocken erwiderte: "Ja, aber nur weil Oggersheim ein Drittel seines Wahlbezirks an Friesenheim abtreten musste." Und damit hatte Fleck die Lacher auf seiner Seite.

Im Namen der Geehrteen sprach die ehemalige Kreisvorsitzende und Staatssekretärin Elsbeth Rickal ein Dankeswort, bevor Jubilare und Gäste im Atrium des Bürgermeister-Reichert-Hauses bei Wein und Brezeln auf ereignisreiche Jahre der CDU zurückblickten.
Das Blasorchester St. Josef umrahmte unter der Leitung von Karl Reichert den Abend musikalisch.